F1-Nasen, Änderungen für das Jahr 2015

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      Formel 1 Nasen Änderungen für das Jahr 2015


      2015 werden sich die Nasen in der Formel 1 deutlich ändern, optisch zum Besseren, aber einige Formel 1 Teams müssen aller Voraussicht nach einen gravierenden "Abtriebsverlust" an der Vorderachse hinnehmen.
      Die wenig ansprechenden "Nasenstummel", die vor allem zu Saisonbeginn für Diskussionen gesorgt haben, werden dann der Vergangenheit angehören.

      Schon als die neuen Autos Anfang des Jahres der Öffentlichkeit präsentiert wurden, war klar, dass die "FIA" das technische Reglement für kommendes Jahr wieder ändern würde.
      Die Interpretationen des Reglements, die das Absenken der Nasenspitze auf 18,5 Zentimeter hervorgerufen hatte, waren ebenso vielfältig wie unansehnlich.
      Unter dem Motto "lieber hässlich und schnell als schön und langsam" hatten sich die Designer einiges einfallen lassen und so gab es Ameisenbären, Nasenbären, Tapire, Rochen, Staubsauger oder auch Gabelstapler in der Startaufstellung.

      Diese Wurmfortsätze werden 2015 wieder der Vergangenheit angehören und die Optik der Autos wird wieder angenehmer sein, mit breiten Nasen bis in die Spitze.
      Dadurch müssen die Autos aber einen Verlust an Abtrieb auf der Vorderachse hinnehmen, denn die für die Höhenmessung relevante Fläche muss schon 50 Millimeter hinter der Nasenspitze wieder 9.000 Quadratmillimeter betragen.

      Dazu kommt, dass die Fläche 10 Zentimeter weiter hinten 20.000 Quadratmillimeter betragen und der Übergang von einer in die andere harmonisch sein muss.
      Darüber hinaus muss die Nasenspitze beim Crashtest nicht nur eine "Maximalverzögerung" sondern auch einen Mindestwert aufweisen. Pappnasen wie in diesem Jahr wird somit ein Riegel vorgeschoben.
      Die Ingenieure müssen komplett umdenken und sehen, wie sie auch mit dem neuen Konzept zu den gewünschten Werten kommen.



      Das erste einzuhaltende Maß ist der Bereich um 150 mm vor der Vorderachse, diese Fläche darf nicht größer als 60 000 mm² sein.

      Das zweite einzuhaltende Maß ist der Bereich um 150 mm hinter dem vordersten Punkt des Fahrzeugs, diese Fläche darf die 20 000 mm²
      nicht überschreiten und darf nicht breiter als 330 mm sein.



      Später in der Gegend, wo die Designer diese unschönen "Schnauzen in Ameisenbär" oder "Schnabel" Form gesetzt haben, verlangt nun die technische Verordnung für 2015, in einem Abschnitt der 50 mm hinter dem vordersten Punkt des Fahrzeugs liegt, eine maximale Fläche von 9000 mm² und eine Breite nicht größer als 140 mm.
      Gezwungen durch diese beiden Maßnahmen können sich nun entweder flache 140 mm breite Schnauzen bilden oder kleinere bzw. engere als 140 mm aber dafür auch dünnere und länglichere nach unten hin bilden.
      Darüberhinaus werden die Designer gezwungen sein, die Nasen noch tiefer zu gestalten, um die Position der vorderen Fläche von 9000 mm² in einem Bereich zwischen 135 mm Höhe und 220 mm Höhe setzen zu können....



      Diese Überarbeitung der Regeln mitsamt der noch härteren Crash Tests Verordnungen, dürfte den Ingenieuren erlauben etwas schönere und ansehnlichere Nasen gegenüber denen aus 2014 zu gestalten.
      Es sollte nun möglich sein, lineare Nasenformen zu entwerfen die zum Teil ähnliche Formen haben werden, wie die von den aktuellen Ferrari und Mercedes Modellen.
      Vorausgesetzt das sich keiner finden wird, der eine neu gefundene Regellücke für sich ausnützt nach dem Motto: Ist die Regel erstmal da, ist auch schon die Lücke gefunden....
    • Aldo schrieb:

      Dürfen dann Nasen wie die von Ferrari und Mercedes weiterführt werden? Bzw. müssten diese ja dann einen Vorteil mit dem verlorenen Abtrieb haben, oder?


      Die neuen Nasen werden so ähnlich sein wie die von Ferrari oder Mercedes, aber nicht gleich aussehen, das es diesbezüglich auch leichte Änderungen der Höhen und Breiten Maße gibt.
      Was man allerdings sehr wohl annehmen kann, ist die Tatsache das diese beiden Teams einen kleinen Erfahrungsvorsprung bezüglich der Aerodynamik in diesem Bereich haben werden, so das die auf ihre bereits gesammelten Daten was die Luftführung mit beginn des Lufteintritts am Frontflügel/Nasenspitze bis hin zu Weiterleitung der Luft unter und seitlich am Wagen vorbei zurückgreifen können!
      Die für sich jeweils konzipierte Nase bestimmt erheblich den weiteren Aerodynamischen Verlauf des kompletten Autos....