Saison 1950

    • Saison 1950

      Steckbrief zur Saison:

      1. Rennen: GP von Großbritannien/Europa in Silverstone am 13. Mai 1950
      2. Rennen: GP von Monaco auf dem Circuit de Monaco am 21. Mai 1950
      3. Rennen: Indianapolis 500 auf dem Indianapolis Motor Speedway am 30. Mai 1950
      4. Rennen: GP der Schweiz in Bremgarten am 4. Juni 1950
      5. Rennen: GP von Belgien auf dem Circuit de Spa-Francorchamps am 18. Juni 1950
      6. Rennen: GP von Frankreich in Reims am 2. Juli 1950
      7. Rennen: GP von Italien in Monza am 3. September 1950

      1.
      Giuseppe Farina
      Alfa Romeo
      30
      2.
      Juan Manuel Fangio
      Alfa Romeo
      27
      3.
      Luigi Fagioli
      Alfa Romeo
      24
      4.
      Louis Rosier
      Talbot Lago
      13
      5.
      Alberto Ascari
      Ferrari
      11
      6.
      Johnnie Parsons
      Kurtis Kraft
      9
      7.
      Bill Holland
      Deidt
      6
      8.
      Prinz Bira
      Maserati
      5
      9.
      Reginald Parnell
      Alfa Romeo/Maserati
      4
      10.
      Louis Chiron
      Maserati
      4
      11.
      Mauri Rose
      Deidt
      4
      12.
      Peter Whitehead
      Ferrari
      4
      13.Yves Giraud-Cabantous
      Talbot Lago
      3
      14.
      Raymond Sommer
      Ferrari/Talbot Lago
      3
      15.
      Cecil Green
      Kurtis Kraft
      3
      16.
      Robert Manzon
      Simca-Gordini
      3
      17.
      Dorino Serafini
      Ferrari
      3
      18.
      Philippe Étancelin
      Talbot Lago
      3
      19.
      Felice Bonetto
      Maserati
      2
      20.
      Joie Chitwood
      Kurtis Kraft
      1
      21.

      22.
      Tony Bettenhausen

      Eugéne Chaboud
      Kurtis Kraft

      Talbot Lago
      1

      1







      Weltmeister Giuseppe Farina:





      Vizeweltmeister Juan Manuel Fangio:




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    • 1. Rennen: GP von Großbritannien:

      Runden: 70
      Distanz: 325,43 km

      Giuseppe Farina qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:50,2 für die Pole-Position, Luigi Fagioli, Juan Manuel Fangio und Reginald Parnell komplettierten die erste Startreihe. Nach dem Rennstart ging Farina vor Fagioli und Fangio in Führung. Der Kampf um die Führung dauerte rundenlag an. Nach Fangio's Motorschaden in der 62. Runde behauptete Farina die Spitze und gewann das erste Formel-1-Rennen mit einem Abstand von 2,6 Sekunden auf Fagioli. Dritter wurde der Brite Reginald "Reg" Parnell, für den es gleichzeitig das beste Resultat seiner Karriere bedeutete. Im Jahr darauf holte er noch 3 Punkte in Reims, sowie 2 weitere Punkte in Silverstone. Yves Giraud-Cabantous und Louis Rosier befanden sich auf den Positionen 4 und 5 und holten 3, bzw. 2 Punkte. Ein weiterer Punkt wurde für die schnellste Rennrunde vergeben. Dieser ging an Farina der eine Rundenbestzeit von 1:50,6 fuhr. Die Fahrer in den Punkterängen hatten einen Altersdurchschnitt von stolzen 45 Jahren. Ältester im Bunde war Luigi Fagioli, geboren 1898, welcher jedoch hinter Philippe Étancelin (*1896) nur der zweitälteste Teilnehmer des Rennens war. Mit Louis Chiron, Philippe Étancelin und Fagioli stammten insgesamt 3 Teilnehmer noch aus dem vorherigen Jahrhundert.

      Zum ersten Rennen der Formel-1-Geschichte kamen etwa 150.000 Zuschauer, darunter der damalige britische König Georg VI. und die heutige Queen Elisabeth II.

      Videomaterial vom Rennen:


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    • 2. Rennen: GP von Monaco

      Runden: 100
      Distanz: 318,1 km

      Der Argentinier Juan Manuel Fangio qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:50,2 mit über 2 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Farina für Startplatz 1. Mit über 4 Sekunden Rückstand folgte der Maserati-Fahrer José Froilán González auf Startplatz 3.
      Fangio konnte seine Startposition halten und seine Führung bereits in Chicane du Port auf mehrere Sekunden ausgebaut, als plötzlich hinter ihm eine Flutwelle die Fahrbahn in eine Pfütze verwandelte. Auf Platz 2 liegend drehte sich Farina und verursachte eine Massenkollision in die 10 Fahrer verwickelt waren: Maurice Trintignant, Louis Rosier, Franco Rol, Cuth Harrison, Robert Manzon, Harry Schell, José Froilán González, Toulo de Graffenried und Luigi Fagioli. Keiner der Fahrer wurde dabei ernsthaft verletzt. Fangio bekam von dem Unfall überhaupt nichts mit, bis er in der nächsten Runde an den Wracks vorbeifuhr. Nach diesem Unglück befanden sich nur noch 9 Fahrzeuge im Rennen, 7 wurden gewertet. „El Chueco“ – Fangio – gewann das erste in Monaco ausgetragene Formel-1-Rennen vor Alberto Ascari, der sich ein Duell mit seinem Teamkollegen und engen Freund Luigi Villoresi lieferte, welches in der 71 Runde mit einem Radlagerschaden Villoresis endete, und den monegassen Louis Chiron. Auf den 4. und 5. Platz folgten der zweifache Le Mans-Sieger Raymond Sommer (1932,1933) und der Thailänder Prinz Bira auf einem privat eingesetzten Maserati. Fangio sicherte sich mit einer Bestzeit von 1:51,0 die schnellste Runde und den damit verbunden Punkt.

      Nach dem Rennen fährt Fangio seinen Freund Gonzalez, der sich bei den Unfall in der ersten Runde leichte Verbrennungen zugezogen hat, im PKW in eine Klinik nach Bologna.

      Bild vom Crash:


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    • Rennen 3: Indianapolis 500

      Runden: 138 (geplant: 200)
      Distanz: 555,174 km (geplant: 804,6 km)

      Das 50. Indianapolis 500 wurde zugleich der „erste verregnete Formel-1-Grand-Prix“. Das Rennen zählte zwar zur Weltmeisterschaft der Formel 1, jedoch starteten dort kaum Fahrer - 1950 nur einer - aus nichtamerikanischen Ländern. Einziger Europäer war der Belgier Charles van Acker, der jedoch an der Qualifikation scheiterte. Die amerikanischen Fahrer hielten sich wiederum aus dem anderen Renngeschehen der Formel 1 aus.
      Die Qualifikationszeit wurde nicht aus einer sondern aus vier aufeinanderfolgenden Runden ermittelt. Schnellster war Walt Faulkner, welcher mit einer Zeit von 4:28,0 Fred Agabashian mit über 3 Sekunden distanzierte. Dahinter folgte Mauri Rose auf Platz 3 und George Connor und Johnnie Parsons welche die gleiche Qualifikationszeit vorzuweisen hatten. Jack McGrath startete aus der 2. Startreihe von Platz 6 ins Rennen.
      Johnnie Parsons, von Platz 5 gestartet, duellierte sich nach einem guten Start nach der 5. Runde mit dem in Führung liegenden Rose. In der 10. Runde übernahm er die Führung und fuhr Rundenbestzeit für Rundenbestzeit. Erst in der 27. Runde konnte Rose aufschließen, fand in der 33. Runde einen Weg vorbei an Parsons und übernahm die Führung. Diese konnte er jedoch nur für eine Runde halten und musste sie wieder an Johnnie Parsons abtreten, welcher daraufhin seinen Vorsprung auf mehrere Sekunden ausbaute. Hinter den beiden schaffte der von Platz 6 ins Rennen gegangene Jack McGrath eine Aufholjagd, welche ihn kurzzeitig auf Platz 2 brachte. In der 105. Runde steuerte Parsons - gefolgt von Rose und McGrath - die Boxengasse an. Dadurch gelang der bis dahin Viertplatzierte Bill Holland an die Spitze. Da er jedoch viel länger draußen geblieben war als Parsons, bauten dessen Reifen ab und seine Rundenzeiten brachen ein. Parsons schloss noch vor Hollands Boxenstopp auf und überholte in. In der 130. Runde begann es dann zu regnen und McGrath schied nach einem Dreher aus. Nachdem der in Führende Parsons in seiner 138. Runde war, wurde das Rennen abgebrochen. Parson gewann mit einer Runde Vorsprung auf Holland und Rose. Der vom Platz 12 gestartete Cecil Green wurde in seiner 137. Runde auf Platz 4 abgewunken. Platz 5 belegte das Fahrerdou Joie Chitwood und Tony Bettenhausen welches sich einen Kurtis Kraft teilte. Gemäß den Regeln wurden ihre Punkte geteilt, sodass jeder von ihnen je einen Punkt erhielt. Die schnellste Rennrunde fuhr mit 1:09,8 Sieger Parsons.

      Videozusammenfassung vom Rennen

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      https://www.youtube.com/watch?v=C0bg3ztLGfk
    • 4. Rennen: GP der Schweiz

      Runden: 42
      Distzanz: 305,76 km

      Für die erste Startreihe qualifizierten sich wieder einmal die drei großen „F“. Fangio fuhr auf dem über 7 Kilometer langen Kurs von Bremgarten auf die Pole. Seine Qualifikationszeit: 2:42.1. Der Tabellenführer Farina fehlten 0,7 Sekunden auf Fangio’s Bestzeit. Den dritten Alfa Fahrer Fagioli fehlten bereits 3 Sekunden auf die Pole-Zeit. Für die zweite Startreihe qualifizierten sich die beiden Ferrari-Fahrer Villoresi und Ascari. Ihr Teamkollege Raymond Sommer nahm das Rennen von Position 13 aus in Angriff. Der beim Rennen in Monaco verunfallte Argentinier Gonzalez hatte sich dabei Verbrennungen zugezogen. Er reiste zwar zum Rennen an, konnte aber nicht daran teilnehmen. Der amtierende Motorradweltmeister der 125 ccm-Klasse Nello Pagani startete zu seinen einzigen Formel-1-Grand-Prix von Platz 15 aus ins Rennen.
      Nach einem schlechten Start der Alfa-Piloten übernahm Alberto Ascari kurzzeitig die Führung. Diese musste er nach wenigen nur wenigen Kilometern wieder abgeben und fiel zurück auf Platz 4, hinter die dominierenden Alfa Romeo. So kam Fangio als Führender aus der ersten Runde.
      In der 9. Runde übernahm Farina nach einem schnelleren Boxenstopp die Führung. Den 4. Platz hinter Fagioli, übernahm derweil Prinz Bira, welcher von dem Ausfall der beiden Ferrari-Piloten und dem schweren Unfall des Franzosen Eugène Martin profitierte. Martin wurde bei seinem Unfall in der 19. Runde aus seinem Talbot Lago geschleudert und erlitt mehrfache Knochenbrüche am Bein. Für kurze Zeit sah es so aus, als würde Phillipe Etancelin den 4. Platz von Bira erben. Dieser wurde jedoch aufgrund eines Getriebedefekts zurückgeworfen und gab das Rennen nach 25 von 42 zu absolvierenden Rennrunden auf. Neuer Vierter wurde sein Landsmann Louis Rosier, welcher nachdem Fangio in der 33. Runde ausfiel auf P3 landete.
      Farina feierte seinen zweiten Sieg nur 0,4 Sekunden vor Fagioli. Rosier sicherte sich den 3. Platz und damit das erste von zwei Podesten seiner Karriere. Außerdem war es die erste Podestplatzierung des französischen Talbot Lago-Teams. Birabongse Bira holte sich mit einem 4. Platz die beste Platzierung seiner Karriere. Der 47-jährige Italiener Felice Bonetto, wurde nach einer Explosion der Tankanlage seines Maserati-Teams immernoch Fünfter. WM-Tabellenführer Farina fuhr in der 8. Runde mit einer Zeit von 2:41.6 die schnellste Rennrunde, eine halbe Sekunde schneller als Fangio’s Pole-Zeit. Der Maserati-Privatier Toulo de Graffenried verpasste bei seinem Heim-Grand-Prix die Punkte nur knapp. Motorrad-Weltmeister Pagani wurde Siebter.

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    • 5. Rennen: GP von Belgien

      Runden: 35
      Distanz: 494,2 km

      Für den Höchstgeschwindigkeitskurs von Spa-Francorchamps wurden die drei Alfa-Fahrer noch stärker als Favoriten gesehen, als in den Rennen zuvor. Dies ist vor allem auf den Leistungsvorteil zurückzuführen, welcher über 150 PS auf die Maserati- und beinahe 200 PS auf die im früheren Saisonverlauf genutzten Ferrari-Motoren betrug. Einziger stärkerer Motor war ein von BRM entwickelter 16-Zylinder mit über 500 PS. Dieser war aber derart unzuverlässig, dass er bei keinen zur WM zählenden Lauf eingesetzt wurde.
      Aufgrund der ungenauen Zeitmessung, die nur auf die Sekunde genau war, erzielten Farina und Fangio die gleiche Trainingszeit. Die Pole wurde Farina zugesproche, da er diese Zeit zuerst fuhr. Wie nicht anders zu erwarten, fuhr der der dritte Alfa mit Luigi Fagioli auf Platz 3. Fagioli lag aber schon 4 Sekunden hinter der Zeit der beiden Erstplatzierten. Ferrari war mit zahlreichen Updates an den 14 Kilometer langen Kurs angereist. Für Villoresi griff man auf einen 125 mit neuen 1,5-Liter-V12-Kompressor zurück. Er distanzierte seinen Teamkollegen Ascari im 280 PS starken 275F1 auf 5 Sekunden und sicherte sich mit dem gleichschnellen Talbot-Fahrer Sommer einen Platz in der zweiten Startreihe. Ascari wurde hinter Etancelin Siebter.
      Am Start zogen die beiden WM-Rivalen Farina und Fangio sofort davon. Fagioli, welcher einen schlechten Start erwischt hatte, fiel kurzzeitig hinter Villoresi zurück. Sommer kämpfte mit seinem veralteten Talbot gegen die beiden Ferrari und konnte die Oberhand behalten. In der 15. Runde übernahm er dann sogar die Spitze des Feldes, welches er bis zu seinen Motorschaden in der 20. Runde anführte. Grund dafür war, dass der hohe Verbrauch der Alfa Romeo dazu führte, dass diese einmal mehr Nachtanken mussten als der Rest des Feldes. Nach Sommer’s Ausfall übernahm Ascari die Führung, die er nach seinem Tankstopp jedoch wieder an die Alfa Romeo abtreten musste. Fangio lag nun vor Farina und Fagioli in Führung. Über die letzten Runden erlitt Farina einen Getriebeschaden und fiel bis auf Platz 4 zurück. Fangio gewann das Rennen so vor Fagioli und den im vorherigen Rennen ebenfalls drittplatzierten Rosier. Es sollte das letzte Podium des Franzosen bleiben. Hinter Farina beendete Ascari das Rennen auf Platz 5. Der Punkt für die schnellste Rennrunde ging an Giuseppe Farina, der in der 18. Runde eine Zeit von 4:34,1 erzielte.

      Kurzes Video vom Rennen:

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      http://www.youtube.com/watch?v=YN2LH-LsH6w

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    • 6. Rennen: GP von Frankreich

      Runden: 64
      Distanz: 500,16 km

      Nach dem Rennen in Spa-Francorchamps folgte ein weiterer Höchstgeschwindigkeitskurs. Fangio holte sich mit einer Zeit von 2:30.6 die Pole-Position vor Farina und Fagioli. Dahinter starteten die drei Franzosen Etancelin, Giraud-Cabantous und Louis Rosier. 10 von 19 Fahrern setzten aufgrund der enormen Hitze keine Zeit. Die beiden Ferrari Werkspiloten Ascari und Villoresi waren nicht zum Rennen angereist. Der einzige Ferrari wurde von Peter Whitehead privat eingesetzt.
      In der zweiten Runde übernahm Farina die Führung. In der 18. Runde bekam er jedoch Probleme mit der Benzinpumpe und steuerte die Box an. Fangio übernahm die Führung während Farina sieben Minuten an der Box verlor. Nachdem Louis Rosier in der zehnten Runde wegen einem überhitzten Motor aufgeben musste, übernahm er in der 14. Runde das Fahrzeug von Charles Pozzi. Das Rennen war für Fahrer und Fahrzeug gleichermaßen anstregend: Bereits in der 15. Runde waren alle Maserati-Fahrer ausgeschieden, die Talbot mussten regelmäßig an die Box um Kühlwasser nachfüllen zu lassen. Farina startete zu einer Aufholjagd und lag zu Beginn der 30. Runde wieder auf Platz 3, ehe er wieder aufgrund von Problemen an der Benzinpumpe die Box ansteuern musste. Während der 26. Runde übernahm Eugene Chaboud, welcher nicht an der Qualifikation teilgenommen hatte und mit keinem Fahrzeug zum Rennen gestartet war, das Fahrzeug von Etancelin. Nachdem seine Benzinpumpe wieder repariert worden war, gelang Farina eine weitere Aufholjagd auf Platz 3 bevor er in der 55. Runde endgültig wegen einer defekten Benzinpumpe aufgeben musste.
      Fangio gewann das Rennen und wurde nach seinen beiden aufeinanderfolgenden Siegen in Spa und Reims der erste Seriensieger der Formel 1. Luigi Fagioli feierte vor dem vom letzten Startplatz ins Rennen gegangenen Briten Peter Whitehead, seinen dritten zweiten Platz in Folge. Für Whitehead bedeutete es das einzige Podium seiner Karriere. Robert Manzon wurde auf einem Simca Vierter. Chaboud und Etancelin belegten den fünften Platz (jeweils 1 Punkt). Auf Platz 6 folgte der Talbot-Lago von Rosier und Pozzi vor den ausgefallenen Farina. Yves Giraud-Cabantous wurde mit einem Rückstand von zwölf Runden als Letzter gewertet. Fangio fuhr in der 52. Runde die Bestzeit des Tages, 2:35.6 und übernahm die WM-Führung mit zwei Punkten Vorsprung auf Farina.

      Videomaterial vom Rennen:

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      https://www.youtube.com/watch?v=ghv6mgziD6k
    • 7. Rennen: GP von Italien

      Runden: 80
      Distanz: 504 km

      Das Finale der Saison 1950 fand auf einem weiteren Hochgeschwindigkeitskurs, im italienischen Monza statt. Aufgrund der Streichresultate konnte noch jeder der drei Alfa Romeo-Piloten Weltmeister werden. Fangio ging als WM-Führender mit 26 Punkten vor Fagioli (24) und Farina (22) ins Rennen. Sowohl Alfa Romeo als auch Ferrari kamen mit neuen verbesserten Fahrzeugen nach Monza. Luigi Villoresi, Werksfahrer bei Ferrari, nahm nicht am Rennen teil, da er sich bei einem nicht zur WM zählenden Rennen verletzt hatte. Als Ersatz wurde der Italiener Dorino Serafini verpflichtet. Alfa Romeo nahm mit fünf Fahrzeugen - zwei 159 mit Farina und Fangio und drei 158 mit Fagioli, Sanesi und Taruffi - am Rennen teil.
      Im Training schien es als könnte Alberto Ascari die Dominanz der Alfa beenden. Kurz vor Schluss musste er sich aber Fangio welcher eine Zeit von 1:58.6 fuhr um 0,2 Sekunden geschlagen geben. Fangio und Ascari waren die einzigen Fahrer, denen es gelang eine Trainingsbestzeit von unter 2:00 zu erreichen. Ascari startete von Platz 2 aus vor Farina und den Debütanten Consalvo Sanesi welcher seinen erfahreneren Teamkollegen Fagioli auf über drei Sekunden distanzierte ins Rennen. Fagioli startete somit vor Serafini, seinen Teamkollegen Piero Taruffi und den Talbot-Fahrer Sommer aus der zweiten Reihe.
      Farina gelang ein guter Start und der ging vor Alberto Ascari in Führung. In der 14. Runde übernahm dieser für zwei Runden die Führung, fiel aber wieder hinter Farina zurück und musste sein Fahrzeug in der 22. Runde abstellen. Er übernahm das Fahrzeug seines Teamkollegen Serafini. In der 24. Runde erlitt Fangio einen Getriebeschaden, übernahm danach aber das Fahrzeug Taruffi’s und lag bis in die 34. Runde auf Platz 2 ehe er mit einem Motorenplatzer endgültig ausfiel. Ascari der zu diesem Zeitpunkt hinter Fangio fuhr erbte somit Platz 2.
      Durch seinen Sieg gewann Farina die Weltmeisterschaft und wurde somit der der erste Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Ascari und Serafini holten Platz 2. Für Serafini war es das einzige Podest in seinem einzigen Rennen, womit er den Rekord für die beste Podest-Quote innehat. Im späteren Verlauf der Formel-1-Geschichte gelang dies nur noch George Amick, welcher bei seinen einzigen Start bei den Indianapolis 500 1958 auf Platz 2 fuhr. Luigi Fagioli komplettierte das Podium und wurde dritter in der Fahrerweltmeisterschaft. Rosier und Etancelin folgten auf den Plätzen 4 und 5 vor Toulo de Graffenried und Whitehead. Weitere Fahrzeuge wurden nicht gewertet. Fangio erzielte in Runde 8 die schnellste Rennrunde von 2:00.

      Kurzes Video vom Rennen:

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      https://www.youtube.com/watch?v=ZqSeew2rkrQ

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