China-Chaos: Dritter Saisonsieg für Nico Rosberg!

    • China-Chaos: Dritter Saisonsieg für Nico Rosberg!

      Mercedes-Pilot Nico Rosberg sicherte sich auch im dritten Kräftemessen der Formel-1-Piloten in China den Sieg. Obwohl der Deutsche am Ende mehr als 37 Sekunden Vorsprung hatte, war der GP alles Andere als langweilig.


      © LAT
      Nico Rosberg führte das Feld schon wieder an, als das Safety Car auf die Strecke kam

      Kaum waren die Lichter der Startampel aus, wurde es im China-GP chaotisch. Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo nutzte den Vorteil der ersten Startreihe und zog gleich auf den ersten Metern an Pole-Setter Nico Rosberg vorbei. Dahinter krachte es schon in der ersten Kurve – und zwar zwischen den beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen.

      Vettel, der in den Renner seines Teamkollegen steuerte, schimpfte am Boxenfunk: «Der Red Bull ist wie ein Verrückter gestartet, ich hatte keine Chance und habe Kimi getroffen. Ich glaube, mein Frontflügel ist beschädigt.» Mit dem Red Bull meinte der vierfache Champion Daniil Kvyat.

      Doch die TV-Wiederholung offenbarte: Dem jungen Russen unterlief kein Fehler: Vettel ließ die Tür zu weit offen und wurde von Kvyat überrascht. Vettel war sich jedoch sicher: «Mit diesem Speed hätte Kvyat die Kurve nie geschafft.»

      Lewis Hamilton im Pech

      Auch Weltmeister Lewis Hamilton, der das Rennen vom Ende des Feldes aus in Angriff nehmen musste, erlebte keinen guten Start: Der Silberpfeil-Pilot war nach einem unliebsamen Zusammentreffen mit Felipe Nasrs Sauber ohne Frontflügel unterwegs. Die TV-Aufnahmen zeigten: Der Mercedes-Star erwischte auch ein Trümmerteil. Der 31-Jährige musste sich – genau wie Räikkönen – eine neue Fahrzeugnase an der Box abholen.

      Der Champion ließ sich gleich auch neue weiche Reifen aufziehen, auch Räikkönen nutzte die Chance, ließ sich aber extra-weiche Reifen geben. Leader Ricciardo musste die Box ansteuern, weil sein linker Hinterreifen platzte – kurz zuvor hatte Rosberg schon die erste Position zurückgewonnen. Pirelli meldete kurz darauf: Der Australier wurde – wie Hamilton – Opfer eines Trümmerteils, das er überfuhr.

      Für Unterhaltung sorgte Hamilton mit zwei weiteren, kurz aufeinanderfolgenden Stopps, bei denen erst auf die extra-weichen und gleich darauf wieder auf die weichen Reifen wechselte.

      Das Safety-Car wurde auf die Strecke geschickt, damit die vielen Trümmerteile von der Piste geräumt werden konnten. Entsprechend eilig bogen die meisten Piloten an die Box ab – sodass es in der Boxengasse chaotisch wurde. Während Force India Sergio Pérez wieder losfahren ließ, obwohl die Bahn nicht frei war (was die Regelhüter nach dem Rennen untersuchen wollen) überholte Sebastian Vettel in der Anfahrt zur Boxengasse Carlos Sainz und Nico Hülkenberg.

      Letzterer war im Schleichgang unterwegs, weil sein Teamkollege die Box besetzte. Dafür brummten die Regelhüter dem Deutschen eine 5-Sekunden-Zeitstrafe auf. Hülkenberg beschwerte sich bei seinem Team: «Ich denke, die Strategie war nicht fair. Das solltet ihr euch nochmals anschauen.» Die Antwort des Teams: «Wir sind schon dran.

      Aufholjagd von Sebastian Vettel und Lewis Hamilton

      Als das Rennen schließlich wieder freigegeben wurde, fand sich Manor-Pilot Pascal Wehrlein auf der vierten Position wieder. Damit wollte sich das Mercedes-Talent nicht begnügen – Wehrlein griff gleich nach dem Re-Start de vor ihm fahrenden Fernando Alonso an – allerdings ohne Erfolg. Kurz darauf musste er sich gegen Kvyat geschlagen geben. Der Russe hatte zuvor Esteban Gutiérrez im Haas-F1-Renner geschnappt, kurz darauf war auch Alonso dran.

      Während sich Hamilton wieder nach vorne kämpfte und Rosberg seine Führung weiter ausbaute, sorgten Vettel und Valtteri Bottas erneut für Trümmerteile, weil sie sich leicht berührten. Der Heppenheimer ließ sich davon nicht beirren und kämpfte sich weiter nach vorne.

      Auch Hamilton machte seinen drei WM-Titeln alle Ehre und kämpfte sich bis Runde 19 wieder bis auf die siebte Position vor! Zur Halbzeit führe Rosberg das Feld mit einem Vorsprung von 23,563 Sekunden an. Dahinter folgten Kvyat und Vettel, der am Heck des Red Bull Racing-Piloten versauerte. Nach zwei weiteren Stopps fuhr der Weltmeister auf Platz 11, kämpfte sich jedoch bald wieder in die Top-Ten zurück, während Vettel frische weiche Reifen holte, um den letzten Stint in Angriff zu nehmen.

      Starke Fahrt von Daniel Ricciardo

      Ricciardo sorgte in der Folge für Unterhaltung, indem er erst innen an Hamilton auf Position 5 und kurz darauf in der Haarnadel-Kurve auch an Massa vorbeizog. Auf den Geraden hatte der 26-Jährige keine Chance gegen die Mercedes-Power, in den Kurven aber deutlich mehr Traktion.

      Hamilton, der sich daraufhin – erfolglos – mit Massa anlegte, musste sich kurz darauf auch von Räikkönen überholen lassen. Währenddessen drehte Esteban Gutiérrez im Haas F1-Renner die schnellste Runde des Rennens. Auch das Toro Rosso-Duo gab richtig Gas: Erst arbeitete sich Verstappen an Sergio Pérez vorbei auf Position 9, dann schaffte es auch Carlos Sainz, den 26-Jährigen aus Guadalajara zu überholen.

      Am Ende durfte sich Rosberg über den dritten Saisonsieg freuen. Der Deutsche siegte mit 37,873 Sekunden Vorsprung auf Vettel. Den dritten Platz belegte Kvyat vor seinem Teamkollegen Ricciardo. Räikkönen, Massa, Hamilton, Verstappen, Sainz, Bottas. Keine Punkte holten Pérez, Alonso, Button, Gutierrez, Hülkenberg, Ericsson, Magnussen, Wehrlein, Grosjean, Nasr, Haryanto und Palmer.

      Damit kamen zum 13. Mal zwei Deutsche auf den ersten beiden Positionen eines Grands Prix über die Ziellinie. Auch bemerkenswert: Trotz der vielen Crashs und Trümmerteile sahen sämtliche Piloten die Zielflagge.

      Das Formeluno.de Newsteam wünscht euch viel Spass beim Lesen der News!

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    • Na auch wenn zur Zeit immer der gleiche Fahrer gewinnt, so ist ansonsten bei den Rennen echt viel los (up) Da kann sich niemand beklagen. Den Grund, warum jetzt plötzlich so viel los ist, kenne ich allerdings nicht.

      Von McLaren bin ich enttäuscht. Da habe ich mehr erwartet, gerade weil Button zeitweise sogar auf dem vierten Platz und Alonso auch ziemlich weit vorne gelegen ist.